Wasser und VinylChlorid-Monomer, wass muss man wissen?

Was ist Vinylchlorid-Monomer?
Vinylchlorid-Monomer (VCM) ist eine chemische Verbindung, die aus Chlor, Kohlenstoff und Wasserstoff besteht. Es kann im Trinkwasser vorkommen, da es aus PVC-Wasserleitungen freigesetzt werden kann, die vor den 1980er Jahren installiert wurden.

Welcher Grenzwert gilt für Vinylchlorid-Monomer im Trinkwasser?
Seit über 20 Jahren beträgt der Grenzwert für Vinylchlorid-Monomer 0,50 µg/l (Mikrogramm pro Liter).

Gibt es Vinylchlorid-Monomer im Leitungswasser?
Sehr selten und nur in äußerst geringen Mengen. Es wurden keine Überschreitungen des Grenzwerts festgestellt.

Wird das Vorhandensein von Vinylchlorid im Leitungswasser überwacht?
Ja, in Wallonien durchgeführte Analysen zeigen eine Vinylchlorid-Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze der Methode (0,10 µg/l), die wiederum weit unter dem Grenzwert von 0,5 µg/l liegt.
Diese Ergebnisse werden nicht auf unserer Website veröffentlicht, da sie sich auf einzelne Leitungsabschnitte und nicht auf größere Versorgungsgebiete beziehen, für die die Wasserqualität angegeben wird.

Wie wird Vinylchlorid im Trinkwasser nachgewiesen?
Laboratorien verwenden die akkreditierte Methode nach der Norm NBN EN ISO 15680:2003 (Wasserqualität – Bestimmung einer Reihe von monocyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Naphthalin und verschiedenen chlorierten Verbindungen mittels Gaschromatographie nach Entgasung, Anreicherung und thermischer Desorption).

Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, wenn Vinylchlorid nachgewiesen wird?
Einerseits müssten PVC-Rohre durch andere Materialien (Grauguss, PVC ohne VCM usw.) ersetzt werden, um die Kontaminationsquelle zu beseitigen. Andererseits könnte eine Wasseraufbereitung durch Aktivkohlefilter oder Ionenaustauscher in Betracht gezogen werden.